6.7 – Simon Fümm

In unseren Bergdörfern arbeiteten die Bewohner tagtäglich fleissig und unauffällig, um das Notwendigste zum Unterhalt ihrer Familien beizutragen, ganz besonders die Frauen. Hatte der Mann Feierabend, blieb der Frau noch viel Hausarbeit. Ganz selten gab es Personen, die durch Aussergewöhnliches auffielen. Zwei davon waren Simon Fümm und Padrutt Donau.

Simon Fümm

Simon Fümm, geboren in Avers-Cresta im Jahr 1846, besuchte das Lehrerseminar und unterrichtete im Avers, in Maienfeld, St.Peter, Jenaz, Peist und Davos. Er heiratete im Jahr 1873 Ursula Wilhelm von Peist, geboren 1845. Das Ehepaar hatte sechs Kinder, von denen zwei in jungen Jahren starben. In Peist erhielt Simon Fümm das Bürgerrecht, das sonst kaum jemandem zugestanden wurde. Die Familie lebte 30 Jahre in Davos, wo Simon Fümm an verschiedenen Schulen unterrichtete. Zehn Jahre lang war er Vorsteher der Davoser Gewerbeschule und verfasste zur selben Zeit mehrere Schriften. Vier davon sind hier unten erwähnt.

Seine Frau und ihre Geschwister, drei ledige Schwestern, besassen in Peist eine kleine Landwirtschaft. Simon Fümm hatte zwei Weidrechte für Galtvieh im Avers. Im Frühsommer wurden zwei Galti über das Churer Joch ins Avers getrieben, um sie im Herbst wieder auf dem gleichen Weg zurückzuholen! So erzählten es sein Schwiegersohn Fluri und seine Enkelin Ursula (Post-Utti).

In Davos und nach der Rückkehr im Jahr 1919 ins Schanfigg bekleidete Simon Fümm verschiedene Ämter und war auch Chorleiter. Seine Frau Ursula starb 1922, Simon 1934.