{"id":6508,"date":"2022-03-02T16:45:09","date_gmt":"2022-03-02T16:45:09","guid":{"rendered":"https:\/\/walsermundart.ch\/?page_id=6508"},"modified":"2022-11-30T15:53:05","modified_gmt":"2022-11-30T15:53:05","slug":"9-28-kolumnen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/walsermundart.ch\/?page_id=6508","title":{"rendered":"9.08 &#8211; Kolumnen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/walsermundart.ch\/?page_id=2483\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/walsermundart.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Pfeil-zurueck-mini-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6871\" width=\"108\" height=\"70\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>In der Davoser Zeitung und in der S\u00fcdostschweiz sind in den letzten Jahrzehnten Kolumnen erschienen, die nicht vergessen gehen sollten. <strong>Arnold Dicht<\/strong> und <strong>Andres Kindschi <\/strong>haben in der DZ geschrieben, <strong>Elisabeth Mani-Heldstab<\/strong> in der S\u00fcdostschweiz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Arnold Dicht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Arnold Dicht hat in den Jahren 2014 bis 2018 dreiundvierzig Erz\u00e4hlungen aus seiner Jugend ver\u00f6ffentlicht, alle in der Davoser Zeitung. Obwohl Dicht nach seinem Lehrabschluss ins Unterland gezogen ist, hat er seine Muttersprache sehr gut bewahrt. Er braucht sogar noch das wi\u00e4r, das in Davos inzwischen kaum mehr zu h\u00f6ren ist: <em>Morgendsch<\/em> <em>sii <strong>wr <\/strong>de uf d Wiis uus g\u00e4 lu\u00e4ge, ob <strong>wr <\/strong>\u00e4tt\u00e4s gseeji,<\/em> &#8230; Dass beim Partizip Perfekt ab und zu das <strong>g\u00e4-<\/strong> fehlt, ist nicht verwunderlich, da es im &#171;Unterland&#187; ja nicht gesprochen wird (<em>wi\u00e4r h\u00e4ind tramped<\/em>, bei den Walsern <em><strong>g\u00e4<\/strong>tramped<\/em>). \u00dcber weitere kleine Unterschiede wollen wir hinwegsehen. Dichts Beitr\u00e4ge sollten in einer Schrift samt CD erhalten bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier folgt eine Kostprobe &#171;Uf ins Dischmaa&#187; vom 23. Dez. 2014.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00fctt wett i ni emaal erzelle wi\u00e4 i d Alpziit erl\u00e4bt han. &nbsp;I han mid Fliiss gs\u00e4id, in, und nid uf dr Alp. De di\u00e4 Alp um w\u00e4dri as \u00e4s g\u00e4id, ischt \u00e4b\u00e4 dinn\u00e4 im Dischmaa und nid eswaa dobbn\u00e4 und wi\u00e4r s\u00e4gend h\u00fctt no, i gan in d Alp iin, oder brezziiser, z Alp. I bin zwar ni\u00e4 as Hirtebuob aagschtelld gsi in dr Alp, han aber in d\u00e4 Herbschtferie ir Alp va \u00c4ttisch Bruoder Hitsch, miim Vetter Chrigel, \u00e4n bizz gholfe zu de Ch\u00fce, G\u00e4is und Gaaltji lu\u00e4ge. Wi\u00e4r sind scho as chl\u00e4in Chind asvils as m\u00fcgli z B\u00e4\u00e4rg, zm\u00e4ischt Ziit in ds Dischmaa und de \u00e4b\u00e4 au iin in d Alp bin de Gadme. \u00c4s Morgedsch, a m\u00e4 pr\u00e4chtige Sunntig sii wr naa me Br\u00fc\u00fctezmorged, am Sunntig hed s albig Hungbr\u00fc\u00fcte gg\u00e4n und nid T\u00fcrggeribel wi\u00e4 under dr Wuche, \u00e4b\u00e4 de sii wr, naa d\u00e4m d Eltere z lengscht Ziit gw\u00e4rw\u00e4ised h\u00e4nd, wa h\u00e4r\u00e4 me gaan ch\u00f6nnti, hald widder ins Dischmaa. Wi\u00e4r Goofe sind de jetw\u00e4ders mid me Ruggseckli uf em R\u00fcgg vor z Huus uus ga warte bis nisch d Eltere gs\u00e4id h\u00e4in, wi\u00e4r s\u00f6llend irje Velo fergge. W\u00e4idli sii wr de in d Remiise drumggange. Dussne h\u00e4in sch\u00e4 de wi\u00e4r ganz h\u00fcbscheli ummer gschtoosse. S\u00e4b h\u00e4in wi\u00e4r de g\u00e4\u00e4re getan. Me hed de aber unerchannt uufpasse m\u00fc\u00e4sse, dass me nid z viil uf dischi Siite ghaaldded hed, sus ischt me de zant dm Zweirad umgchiid und ds Sunntigh\u00e4\u00e4s ischt scho bschisse gsi eede m\u00e4 va Huus gsin ischt, und de ischt me de gchiibed woorde. Wenn schii de choo sind, isch es w\u00e4idli v\u00fcrschi ggange. Me hed nisch uf d\u00e4 Gep\u00e4cktr\u00e4ger gh\u00f6ckt, und scho isch es los ggange. Wa wi\u00e4r no ganz chl\u00e4ini gsii sind, sii wr de z zw\u00e4ite hinne druf gsi. Wi\u00e4r h\u00e4in de albig \u00e4tt\u00e4 \u00e4n bizz gezangged, w\u00e4dr\u00e4s dizmaal vorne hock\u00e4 t\u00f6rfi. Jetw\u00e4ders hed de gm\u00e4ind mid \u00e4n bizz flatti\u00e4re ch\u00f6nni \u00e4r \u00e4s Profitji ergrangle, aber meerziitsch is de grad l\u00e4tz usserchoo. Speeter hed s duo uf dr Stange vorne no \u00e4s Sitzji gg\u00e4. Esoo sii wr de alli f\u00fc\u00fcf uf den\u00e4 zw\u00e4i Gfeert derd\u00fcriin g\u00e4ged di Duuchli. Naa \u00e4m Fabrikseeli \u00fcber Brugg d\u00fc\u00fcr und n\u00e4b\u00e4d am Dischmaabach iin, de Ch\u00e4isere zuo gradlet. Das h\u00e4isst, tramped h\u00e4in nat\u00fc\u00fcrli nuon d Eltere. Wi\u00e4r h\u00e4in t\u00f6rfe midfaare und h\u00e4in nisch nuo albig guod heb\u00e4 m\u00fcsse und hellisch uufpasse, dass wr d F\u00fcessji nid in d Speiche hebend. We me schich de am Sattel, wa albig gritschged hed, as obs n\u00e4 z\u00e4mmetr\u00fccki, am r\u00e4chte Ord ghebt hed, hed m\u00e4 sogar nid emaal mee di Fingerli iigchlempt in de Sattelf\u00e4d\u00e4re. Va lauter uufpasse hed m\u00e4 de bigoscht fascht verg\u00e4sse ir W\u00e4\u00e4ldgschicht umher z lu\u00e4ge. Di Straass ischt no nid teeret gsin und esoo hed de ds Chiis under de Pneu albig esoo aagneem gchnirschd und gchroosed. Ziitewiis hed s de \u00e4n St\u00e4in mid r\u00e4 luuta T\u00e4sch\u00e4 an de Zuun gchlepfd wa de \u00e4im grad widder geweckt hed, we m\u00e4 de, vor allem am Abed wes H\u00e4im zuo ggange ischt, esie bigoscht fascht ingetoosed ischt. Hinder de Ch\u00e4isere h\u00e4i wr duo scho ds eerscht Maal abstiige m\u00fc\u00e4sse. S\u00e4b weer ja no ggange es bizzi fuosse. Wa s duo naa me wiili faare, bim Schuolh\u00fcschi, widder gh\u00e4isse hed abstiige, ischt me schon \u00e4n bizz Taube cho. We de alls uufbeg\u00e4re und muule n\u00fcd abtr\u00e4id hed, hed me schich de eifach an de Gep\u00e4cktr\u00e4ger gh\u00e4icht und schich esoo uufzi\u00e4 laa und de mid de Schuo gschl\u00e4\u00e4rgged, bisch de \u00e4im d Chuttle butzt h\u00e4in: \u201eWe de d Schuo ghuddred sind, de chasch de baarfuoss gaan.\u201c Und will m\u00e4 gw\u00fc\u00fcssd hed wi\u00e4 das tuod uf dr Naturstrass, hed m\u00e4 de hald uufgh\u00f6\u00f6rt schl\u00e4\u00e4rgge, nid uf dr Stell, erscht naa \u00e4tt\u00e4 zwei drii Schritt, mee heds meerziitsch nid m\u00f6ge liide, sus h\u00e4ind sch nisch e gh\u00e4isse v\u00fcrgaa. Endli ischt duo ds S\u00e4ilbb\u00e4\u00e4nli choo und naa an paar Meter, bir Post, h\u00e4in wr wider t\u00f6rfe riite bis Chindschhuus. Dert hed m\u00e4 de widerm z Fuoss gaan m\u00fcsse, aber m\u00e4 hed schich de scho gwennt gcha. Esoo hed m\u00e4 de allmeeli sogar di\u00e4 h\u00fcbsche Blu\u00e4me gsee und d V\u00f6gel gch\u00f6\u00f6rd zwitschere. Wa duo aber d Droosstude (Alpenerle) hert an d Strass chon sind, han i mii fescht an den \u00c4tti oder an d Muoter dr\u00fcckt. Esw\u00e4r hed mr emaal gs\u00e4id, in den\u00e4 Stuude hockendi d Schlange und warten uf \u00e4im. I han zwar ni\u00e4 \u00e4ini gsee. \u00c4n tschuppe Jaar drnaa, wo i bigoscht um es Gotts Chl\u00e4is uf \u00e4ini gstande bin, bin i asgw\u00fcss grad entd\u00fc\u00fcscht gsi va der\u00e4 d\u00fcnne Giftspr\u00fctza. I han albig gm\u00e4int, esoo dick wi\u00e4 \u00e4n B\u00e4smestiel siiensch z minscht. Aber \u00e4b\u00e4, au di\u00e4 d\u00fcnne ch\u00f6nnd \u00e4im bisse. Und en Giftspr\u00fctza ischt zwar eswas anderscht, aber laa wrs jezz esoo. F\u00fc\u00fcr di\u00e4 was n\u00fcmme w\u00fcssend: Es ischt \u00e4n b\u00f6schi Frau!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Miin H\u00fceterziit<\/strong>: 3 Erz\u00e4hlungen, <strong>Di guat alt Ziit<\/strong>: 12 Erz\u00e4hlungen, <strong>diz und s\u00e4b<\/strong>: 15 Erz\u00e4hlungen, <strong>Bi d\u00e4 Grosseltere<\/strong>: 8 Erz\u00e4hlungen, <strong>Noldis Alpziit<\/strong>: 5 Erz\u00e4hlungen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:24px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Andres Kindschi<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ds Ggr\u00fcmpel chund<\/strong>. (Unwetter in den 90er Jahren, also kurz vor 1900.)<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4s mag i de 90er Jaar gsi sin, wa bi ma gruusige Uw\u00e4tter dr Fl\u00fcelabach dobna bim Sand uusgebrochen ischt und d\u00fcr di B\u00fcndawise ab alls \u00fcberschwemmd hed und erscht ir G\u00e4ged vam h\u00fctige Baanhof wirm ds aalte Bett funde hed. D Ch\u00e4ller sien voll Wasser und Dr\u00e4ck gsi und us de Wise hai s m\u00e4chtig grooss Toll\u00e4 uusgw\u00e4sche.<\/p>\n\n\n\n<p>Dr\u00fcber ab h\u00e4iensch de dr Fl\u00fcelabach besser gwuored und dass d Rufene vam Fl\u00fcelataal n\u00fcmme in ds Land usser gschwemmd chommend, hain sch di gross Felseschlucht ds hinderscht im F\u00e4rich z\u00e4mme gmuured. Das hed de e Stausee gg\u00e4n mid dum Wasserfall. Und i d\u00e4m See hed schi de all die Jaar das Gschwemsel abglagered und na mid dr Ziit ufgf\u00fclld bis zum h\u00fctige Zuoschtand, wa vam See n\u00fcd mee ds gseen ischt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Toll\u00e4 ir Wis si de uberwasmed chon, h\u00e4in aber bim H\u00e4ued bim Fuoderlade albig gscht\u00f6\u00f6rd. Duo hed dr \u00c4tti esoo vorm erschte W\u00e4ldchrieg emaal die Toll\u00e4 ir undere Wis la uuff\u00fclle. Die Toll\u00e4 ir Oberwis, hindrem Huus, cha mu h\u00fct no gschaue. Dr \u00c4tti hed de dr Wase i h\u00fcbsch viereggigi Pletscha uus la scht\u00e4che und sch\u00e4 uufgebiigned und au dr guot H\u00e4\u00e4rd uf d Siite gschaffed. Drna hed r Brangerli uf de Hoorlaubene (mu hed mu au ds Goldchnopfji, gseid) telifonierd, dr Chn\u00e4cht ch\u00f6nni de es Wiili ds Ggr\u00fcmpel bin \u00fcnsch ir undere Wis ablade. Duozmale hed Brangerlisch Chn\u00e4cht all Wuche vam ganze Doorf van de Sanatorium, Hotel und Private ds Ggr\u00fcmpel mid arma grosse Tr\u00fcckewage, wa mu var Siite uuslade hed ch\u00f6nne, sammle und s de eswa uf e Deponii f\u00fcere m\u00fcesse.<\/p>\n\n\n\n<p>Wa wier G\u00f6\u00f6f de gsee h\u00e4in, was da allschisch fortgworfe w\u00fcrd, hed s nisch grusig gn\u00f6\u00f6ssered, drin umer ds w\u00fcele. Duo h\u00e4ind nisch aber dr \u00c4tti und d Muoter nid vill druf gchan. Wier s\u00f6lle au deiche, was da nid alls grad van dene Sanatorium in d\u00e4m Ggr\u00fcmpel sii, wier ch\u00f6nnte di gr\u00f6\u00f6schte Chrankete uufl\u00e4se und de tete wier sowieso d Hend nid albig w\u00e4sche.<\/p>\n\n\n\n<p>We de aber Brangerlisch Fuggs uber di Brugg chon ischt, de hed dr Buschtelegraaf angfange ds schpille. Van Eim zum Andere heds liisli gh\u00e4isse: Ds Ggr\u00fcmpel chund &#8211; ds Ggr\u00fcmpel chund und jedes hed probierd, schi van schiim \u00c4rbetli ds tr\u00fccke. Gchum ischt ds Ggr\u00fcmpelfuorw\u00e4rch verschwunde, sin au scho d W\u00fc\u00f6lm\u00fc\u00fcsch ir Toll\u00e4 erschiine. Gschtuuche hed s esie scho verdaalisch, aber de hai wr mid air Hand Nase zuoghebd und mid dr andere mid arma Scht\u00e4ckji Sache gsuocht. Eis muos i no s\u00e4ge, i d\u00e4m Ggr\u00fcmpel hed s k\u00e4in Schpiisreschte gchan wie im h\u00fctige Abfall. Duo hed mu no \u00fcberall die Abf\u00e4ll f\u00fcr ds Schwiifuoter zrugg getan und d Schwiihalter h\u00e4in s ds Nutze gezoge. I waiss no guot, wie Schuomachersch Buobe am See mit dum rassige Fuggs albig bis an de Platz in ds Kuurhuus um Schwiifuoter gfaare si.<\/p>\n\n\n\n<p>Was hai wier nid alls funde i d\u00e4m Ggr\u00fcmpel. Briefmarke us alle Nazione, de duo ischt en internazionali Gsellschaft ds Gascht gsi. Di Doorfbuobe, wa au Marke gsammled hain, hain nisch um die Fundgruobe direkt beniidet. Und f\u00fcr \u00fcns L\u00e4deli, wa wr im grosse Holzhuus gchan h\u00e4in, hed s Gg\u00fctterli und S\u00e4cheli gcha, dass s grad e Freud gsin ischt. E spezielle Fund ischt es Odolfl\u00e4schli gsin mid d\u00e4m luschtige Schnabel und d\u00e4m eigne Gruch. Mit D\u00e4schersch M\u00e4itj\u00e4, wa im Nachbrhuus au gl\u00e4deled h\u00e4in, ischt de l\u00e4bhaft get\u00fc\u00fcschled und vrchauft chon. Bin \u00fcnsch ischt h\u00fct no es Silberl\u00f6ffeli mid dr Grawur &#171;E.v.R.&#187; im Gebruuch. Wier hain duo scho vermuoted, das ch\u00f6nnti dr Familie von Rhoden gch\u00f6\u00f6re, aber h\u00e4in s ni gwaaged s dert abzg\u00e4\u00e4n, will sch sus gwisst h\u00e4tten, dass wier im Ggr\u00fcmpel w\u00fc\u00f6len. Es pr\u00e4chtigs antiiks Zinnchr\u00fcegli, au esoo Ggr\u00fcmpeltrofe\u00e4, hed d Schweschter bim Chloschter no ir Schtuba uf em Ladji.<\/p>\n\n\n\n<p>Wa de di Toll\u00e4 zu \u00fcnschem Leidw\u00e4se ufgf\u00fcllti gsi ischt, hed mu schi mid dm H\u00e4\u00e4rd und de Wase zuogedeckt. H\u00fct staan uf d\u00e4m Bode leider e Tschuppe dere Betonch\u00e4schte und i h\u00e4tti mi ni gwundered, we bim Uushuob no \u00e4ttes f\u00fcrcher cho wee. Vlicht hain di Buul\u00fc\u00fct gmeind, schi h\u00e4ije da en prehischtorische Fund gmached. I chan sch aber ufchleere. As ischt nuon 70 jeerigs Ggr\u00fcmpel vam Doorf.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetz w\u00e4ge de Chrankete we no ds s\u00e4ge, dass wr deren keini ufgl\u00e4sen h\u00e4in und d W\u00e4rze an de Fingere, die h\u00e4i wr scho vorh\u00e4r gchan. Aber \u00e4tt\u00e4s ischt mr doch plibe. Mu seid ni verg\u00e4be, dass d Chatza ds Muuse nid laa ch\u00f6nni. Da hain au wier ds Basel ir Anbuuschlacht in de 40er Jaar jede bitz Bode umgschtoche und H\u00e4\u00e4rd\u00f6pfel (mu ch\u00f6nnti au \u00c4rdbirre s\u00e4ge) gschteckt. N\u00e4bscht de andere G\u00e4rte han i de au no uf Binniger Bode en Bl\u00e4tz ubernu und dert ischt ni wiit drvan d Abfallgruobe va Binnige gsi. Schi hain dert alte Huusrat und Holzabf\u00e4ll abglade und verbrennt. Wie mid arma Magneet hed s mi wirm zu d\u00e4m Ggr\u00fcmpel gezoge. Mit dr Ziit han i de miin Gaarte uusschtaffierd gchan mi Pritter f\u00fcr ds H\u00fctti, e furnierti Tischplatte, pr\u00e4chtig Scht\u00fcel, Schpr\u00fctzchannte, Eimer, Schriiner- und Gaartew\u00e4rchz\u00fc\u00fcg, ja sogar Scheeri, Nadle und Fade und es versilberets Tablettli.<\/p>\n\n\n\n<p>I han aber ni \u00e4llein dert gmuused. D Schriftschtelleri Marie \u00c4bersold hed \u00e4mal gschribe, irj\u00e4 Mann h\u00e4i die chrotte Gwoned, alle Ramsch z\u00e4mm\u00e4dsl\u00e4se mid dr Uusred, mu ch\u00f6nn s de sicher \u00e4tta wirm bruuche. \u00c4s Tagsch, wa sch gwisst h\u00e4i, dass r fort sii, h\u00e4i sch mid dr Fr\u00fcndi z\u00e4mme a Huufe dere Waar in ds Auto glada und s uf d Abfallgruobe gfaare. Wa sch dert abglade h\u00e4ijen und uber de Huufe ab in ds Tobel luogen, w\u00e4\u00e4r gsechen sch dert dunna iifrig Sache suoche! Dr liibhaftig \u00c4bersold und schiin Kolleeg. Deren \u00c4bersold gids no villere. As en Buob han i bim Ggr\u00fcmpel mr kein gross Gedanke gmached, han Freud gchan, we i \u00e4ttes Speziells funde han. Speeter aber han i de doch en bitz \u00fcber ds Ggr\u00fcmpel naagedeicht. Dr eerscht grooss Iidruck hed mr vor 60 Jaar i mine Spanierjaar dr bekannt grooss Floomarcht, dr Rastro in Madrid, gmached. Dert han i gsee, wie mu alls, aber au gar alls, bis zum roschtige Nagel no bruuche, ja sogar no verchaufe ch\u00f6nni. H\u00fct si jetz au da bin \u00fcnsch d Floom\u00e4rcht und d Antiquiteetegsch\u00e4ft nuo eso usem Bode gschosse und h\u00e4in guote Zuoschpruch.<\/p>\n\n\n\n<p>En Bekannte hed mr emaal gs\u00e4id, ds G\u00e4\u00e4ld liggi uf dr Schtraass, mu m\u00fcessi nuo ni ds fuul sii, schi ds p\u00fccke. D\u00e4r hed nemli ase junge Purscht zerscht en Bl\u00e4tz Bode gchaufd und drnaa van Huusabbr\u00fcch no guoti Scht\u00e4ine, Palgge, Ziegel, Pf\u00e4nschter und T\u00fcre z\u00e4mmegramisierd und wa r gh\u00fcrated hed, hed r mit d\u00e4m Material billig \u00e4s h\u00fcbs H\u00fc\u00fcschi buuwen ch\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p>We i esoo ir Abfallgruobe die aalte M\u00f6bel gseen han, han i gsinned und en Vergliich mid \u00fcnschem L\u00e4b\u00e4 angschtelld. Da si die M\u00f6bel emaal au n\u00fcwi gsin, dr Schtolz va me jungen Peerli und hain de en Generazion oder mee tr\u00fcwi Dienschti gl\u00e4ischtet, si drnaa au us dr Moode chon, usem Liim gchiid, mu hed schi au \u00e4tta gflickt, aber ds letscht de doch uf de Wage glade, in di Gruoba gf\u00fcerd, verbrennt und mid \u00c4arda zuogedeckd und Graas wagst mid dr Ziit dr\u00fcber. Und wier Mensche? Da schtaan wr au emaal jung und chreftig im L\u00e4b\u00e4, probiere dr Familia und dum Land ds n\u00fctze, w\u00e4rde eelter, chommen au us dr Moode, kijen au \u00e4tta usem Liim, mu probierd no ds repariere und ds letscht? &#8211; Ja, ds letscht chomme au wier an e schtille Oord und \u00c4rde uberdeckt ei Generazion na dr andere und so geid alls Irdische und Vergengliche dr gliich W\u00e4\u00e4g.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Erscheinungsdatum in der DZ ist nicht bekannt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:37px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Elisabeth Mani-Heldstab<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erscheinen ihre Kolumnen in naher Zukunft in einem B\u00fcchlein? Dann d\u00fcrfen wir hier nicht mit einem Beitrag vorgreifen. Hinweis zur Startseite: Unter <strong>10 Underw\u00e4gs, Gedankenlyrik aus Davos<\/strong>, lesen und h\u00f6ren wir Gedichte von Elisabeth Mani-Heldstab!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/walsermundart.ch\/?page_id=2483\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/walsermundart.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Pfeil-zurueck-mini-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6871\" width=\"109\" height=\"70\"\/><\/a><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Davoser Zeitung und in der S\u00fcdostschweiz sind in den letzten Jahrzehnten Kolumnen erschienen, die nicht vergessen gehen sollten. Arnold Dicht und Andres Kindschi&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-6508","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/walsermundart.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6508","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/walsermundart.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/walsermundart.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/walsermundart.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/walsermundart.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6508"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/walsermundart.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6508\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8478,"href":"https:\/\/walsermundart.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6508\/revisions\/8478"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/walsermundart.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6508"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}